Wir haben die Stadt erkundet, waren typisch essen, haben Davids Uni angeguckt, waren auf Halloween-Partys mit irren Kostümen und Vieles mehr...
Ich bin letzten Endes allerdings nicht nur wegen des Klimas zu dem Schluss gekommen, dass Cali meine Stadt ist (bald werde ich mal ausführlich über Cali berichten). Die Einwohner Bogotas sagen, dass Cali, Medellin etc. keine richtigen Städte seien, doch mir gefällt mein großes Dorf viel mehr. Das liegt zum einen an der Übermenge an Autos, die einem teilweise das Atmen erschwert, am Stadtbild, am Ambiente, naja und irgendwie muss ich doch wieder Klima sagen.
Dennoch hatte ich ein großartiges (wegen der vielen Feiertage wieder verlängertes!!) Wochenende und habe einigen schöne und besondere Orte gesehen, die Ihr jetzt auch teilweise sehen könnt:
| Kleiner Ausschnitt... |
| ...von Bogota. |
| Mit David beim Mittagessen in den Bergen |
| Verkleidete Musiker im Restaurant "Andrés Carne de Res" |
Also hatte ich eine kurze letzte Schulwoche vor den großen Ferien bis 11. Januar 2011. Also Ferien haben die Kinder. Ich werde wieder im Colegio de las Aguas bzw. der Bibliothek Montebellos arbeiten.
Noch eine Sache zu Bogotá: es war dort nicht nur kalt, sondern auch sehr regnerisch. Fast jeden Tag hat es geregnet. Hier ist es mittlerweile ähnlich. Es ist zwar noch angenehm warm, aber jeden zweiten Tag regnet es heftig und viel. Der kolumbianische Winter halt...
Der Regen ist zwar Wasser, aber er hilft nicht ein Problem in Montebello zu lösen: das Wasserproblem.
Schon am Anfang meiner Arbeit an der staatlichen Schule wurde mir erklärt, dass die Wasserversorgung außerhalb der Stadt problematisch ist. Sie wird von privaten Unternehmen organisiert, die ihre Arbeit eher schlecht als recht machen. Es gab schon vor einiger Zeit etliche Beschwerden, weil das Wasser nicht einmal gechlort ist. Trinken sollte man Wasser hier eigentlich sowieso nicht aus der Leitung, aber zum Waschen, Abkochen oder Zähneputzen sollte es schon reichen... Auf den Dächer stehen oft Wassertanks (siehe Foto unten), die ein einzelnes Haus mit Wasser versorgt. Klospühlungen gibt es in Montebello nicht. Man muss nach dem Geschäft einen Wassereimer in die Toilette kippen, damit alles langsam runtersickert. Heute und gestern gab es in der Schule nicht mal mehr genug Wasser dafür. Die Wassertanks waren leer. Die Konsequenz, die viele Schüler glücklich machte: Schulschluss um 10 Uhr.
| Wasserbehälter der Schule |
Das wars erstmal wieder aus meinem Leben in CaliColombia.
Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute.